Bachpatenschaft: Ein Bericht vom Oktober 2011

Fleißige Bachpaten schützen die Natur

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Bachpatenschaft

Es gibt einen sehr schönen Bach in der Nähe unserer Schule – den Fangdiekgraben. Darin schwimmen viele Fische, im Frühling blühen am Ufer Sumpfdotterblumen und: Es gibt dort sogar Eidechsen.

Einmal in der Woche kümmert sich jede der 10 jahrgangsgemischten Klassen unserer Unterstufe 0/1/2 um „ihren“ Bach: Sie haben die Patenschaft übernommen. Bei dieser wichtigen Aufgabe unterstützt sie der Umweltpädagoge Herr Lampe. Er kennt alle Wasserpflanzen und -tiere und erklärt ihnen das „Leben am Bach“. „Wir haben sogar schon einen Wasserskorpion gefunden!“ berichten die Kinder aus der Wölfegruppe. Sie haben gerade gelernt, dass das ein Käfer ist, der wie ein Skorpion aussieht. Die emsigen Forscherinnen und Forscher untersuchen jede Woche andere Tiere und Pflanzen im und am Bach. Herr Lampe hat dafür gesorgt, dass die gefährliche Herkuleskeule, die sie entdeckt haben, vom Gartenbauamt entfernt wird, „weil sie nämlich unsere Haut richtig doll verbrennen kann,“ wissen die kleinen Bachpaten.
Sie sammeln auch Müll und säubern den Bach. „Einmal haben wir sogar einen Kinderwagen aus dem Fangdiekgraben geholt“, berichten die fleißigen Umweltschützer und schaufeln tonnenweise Kieselsteine in den Bach. Das nennt man „Renaturierung“. Wenn der Bach nämlich nicht gerade, sondern in Schlangenlinien fließt, können dort mehr Tiere leben. Auch das haben die Kinder in der Natur gelernt. Demnächst wollen sie auch Wasserpflanzen im Wasser ansiedeln.
Die Arbeit macht den kleinen Bachpaten großen Spaß, besonders weil man dabei manchmal auch über Baustämme klettern und mit Wasser spielen darf.